Artist: DAMNZAL
Title: s/t
Homepage: DAMNZAL
Label: DEAD FAMOUS
Drei Damen und ein Herr – das waren DAMNZAL aus dem fernen Australien, als sie 2004 ihr selbstbetiteltes Debüt aufgenommen haben. 2003 taten sich Tania Pennisi (voc.), Paula Condell (git.), Vannessa Payne (bass) und Scott Danson (drums) zusammen, seit Anfang des Jahres ist nur noch Tania übrig, die aber DMANZAL als Soloprojekt mit Gastmusikern weiterführen will.
Damit hat sich das Fräulein weiter dem Rock ’N’ Roll verschrieben, der inspiriert vom Siebziger-Glamrock ordentlich auf die Tube drücken will. Leider zeigt DAMNZAL dabei nur wenig Originalität. Es wird mit den üblichen Klischees gespielt. Man gibt das bad Girl mit Tattoos, Plateaus, schrillen Klamotten und einer ziemlich auswechselbaren Mucke. Zwar wird ordentlich gerockt, aber außer dass Songs wie „Sin City“ oder „Cherry Bomb“ (zu dem es auch ein Video gibt) schnell und laut sind oder „Come On“ zum Mitgrölen animiert, gibt es wenig Interessantes zu vermelden. „Superstar“ soll das böse Image unterstreichen, mit dem man der Schreck einer jeder bösen Schwiegermutter sein will, mehr als ein müdes Gähnen ist aber nicht drin. „I Feel Used“ versucht es dann noch mal als melodische Variante, während „Sex Slave“ auf eine dominante Rhythmusfraktion setzt. Nur ist das alles viel zu austauschbar, daran ändert auch „Bang Your Head“ nichts, die Scheibe kann einfach nicht fesseln. „Satans Preacher“ ist auch so eine Schablone, mit der DAMNZAL auf evil machen, aber ohne eigene Ideen funktioniert das nun mal nur begrenzt. „Stand Up“ ändert dann auch nichts mehr daran, dass das gewollte Bitch-Image irgendwie nicht so richtig rüberkommt.
Möglicherweise haben die ausgeschiedenen Bandmitglieder erkannt, dass das Konzept nicht zünden will. Vielleicht muss man DAMNZAL aber auch live sehen, sozusagen als Gesamtkunstwerk. Als Konserve kommt der Import von down under auf jeden Fall nur lauwarm bei uns an.
ump (23-03-2008)
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