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DIGITALIS PURPUREA - Aseptic White - Preisvergleich

DIGITALIS PURPUREA - Aseptic White

Artist: DIGITALIS PURPUREA
Title: Aseptic White
Homepage: DIGITALIS PURPUREA
Label: DREAMCELL 11/ AURAL MUSIC
Leserbewertung: 8.48 von 10 Punkten (93 Bewertungen)

DIGITALIS PURPUREA - Aseptic White - Preisvergleich

“Der rote Fingerhut ist eine Staude aus der Familie der Wegerichgewächse” – Ja ja sehr spannend, was hat das mit einer CD Rezension zu tun? Ganz einfach, was lateinisch noch irgendwie cool kompliziert rüberkommt, ist übersetzt eine immerhin nicht ganz ordinäre Pflanze. Eine Überdosis ist tödlich... Als Band versteckt sich hinter dieser landwirtschaftlichen Bezeichnung ein Duo aus Turin, welches nach eigenem Bekunden „Misanthropic Electro Industrial“ fabriziert. Cristian Marovino und Marco Magnanelli können u.a. auf eine Split VÖ mit NO FORGIVENESS und eine immerhin 8-jährige Bandgeschichte zurückblicken. Bei einer italienischen Formation dieser Genreschublade sind die DOPE STARS INC. natürlich nicht weit und so hat Victor Love dieses Full Length Debüt dann auch sehr ordentlich produziert.

Herausgekommen sind 9 Stücke (plus ein Hidden Track), die härtere MANSON Sachen mit etwas Metal kreuzen und dabei insgesamt eine recht ordentliche Figur abgeben. Es wird nicht zu sehr auf den eingängigen Refrain geschielt, was für eine erfreuliche Langzeitwirkung sorgt. So etwa beim tempoverschleppten „Coded Feed“, welches sich dem leicht verstörenden Intro anschließt. Deutlich Electro-lastiger präsentiert sich „We’re still Stars...“, auch eine Prise MINISTRY ist hier zu vernehmen. Mit „Religious Mercy“ ist gar ein kleiner Hit gelungen, bei dem in den Strophen eine gewisse SISTERS Aura versprüht wird („siehe Lucretia My Reflection“). Besonders erwähnenswert natürlich noch das leidlich gelungene „Maneater“ Cover (im Original von NELLY FURTADO) sowie der Gastbeitrag von SANGUIS ET CINIS’ Celine Cecilia Angel bei „Ideomatic“.

So wird natürlich keinesfalls das Genre neu erfunden, doch man umschifft relativ geschickt die vielen möglichen Fettnäpfchen und abgesehen von der anscheinend unvermeidbaren Cyber Optik haben die Herren ein durchaus ordentliches Electro Metal Brett gezimmert.

TK (25-08-2008)

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