Artist: CYRCUS
Title: Blood, Sweat, Bubbles
Homepage: CYRCUS
Label: EIGENPRODUKTION
Leserbewertung: 9.12 von 10 Punkten (8
Bewertungen)
Fast wären sie vor Kurzem Supportband für SLAYER in Berlin geworden, dann hat beim Metal-Hammer-Voting doch eine andere Kapelle das Rennen gemacht. Dafür können die vier Jungs aus Wassenberg in Nordrhein-Westfalen aber immerhin die Veröffentlichung ihrer zweiten Langrille verkünden und einen neuen Bassisten haben CYRCUS auch. Aber fangen wir von vorn an: Seit 2002 haut die Combo einen explosiven Mix aus Metal und Alternative raus, der zum ersten Mal 2005 vermittels Longplayer für die Nachwelt festgehalten wurde. „Nu Entertainment“ erntete positive Resonanzen und sorgte über die Landesgrenzen hinweg für Begeisterung. 2006 kam ein neuer Sänger mit neuen Songs, die ein Jahr später vervollständigt wurden und ihren Weg auf „Blood * Sweat & Bubbles“ fanden.
Insgesamt acht Stücke sind es geworden und den Anfang macht nach einem kurzen Intro „From The Ashes“ mit aggressiven Schreiparts und krachenden Gitarren, dem sich das knackige „Pushing Me“ anschließt. „Walther“ verbindet thrashige Sounds mit einem fast hymnischen Refrain und leitet zum balladesken „Who We Are“ über, dem es zu keinem Zeitpunkt an der nötigen Power fehlt. „Raise Your Voices“ macht mit eingängigem Alternative Metal weiter, dann donnern zu „From Within“ druckvolle Drumbeats durch die Boxen, die von jaulenden Gitarren begleitet werden. „See You Standing There“ verlegt sich anfangs ein wenig mehr Richtung Alternative Rock, behält aber stets den metallischen Grundton bei. Gleiches gilt für „Something Missing“ zu dem sich hervorragend die Schuppen aus den Haaren schütteln lassen, während Sänger Chubby zwischen cleanem (Sprech-)Gesang und wildem Geshoute unterwegs ist.
CYRCUS lassen die Puppen ordentlich tanzen und halten sich auch gar nicht lange mit irgendwelchen Mätzchen auf. Stattdessen gibt der Vierer Vollgas und legt eine rasante halbe Stunde hin, in denen die Saiten und Felle ebenso wie Chubbys Stimmbänder auf ihre Belastbarkeit geprüft werden. Gleichzeitig behält das Quartett jedoch auch die Melodie im Auge und gleitet dadurch nicht ins reine Geknüppel ab, was der Eingängigkeit der Songs zugute kommt.
ump (14-11-2008)
Diese Seite wurde 1461 mal aufgerufen.
E-Mail-Adresse:
Text-EMailHTML-EMail
![]()