Artist: VIOLENT DIVINE
Title: In Harm’s Way
Homepage: VIOLENT DIVINE
Label: MISTY RECORDINGS
Leserbewertung: 10.00 von 10 Punkten (3
Bewertungen)
Unsere Freunde hoch oben in Skandinavien sind eigentlich immer ne sichere Bank, wenn es um krachende Rocksounds geht. Wenn dann auch noch wie im Fall von VIOLENT DIVINEs zweiter Langrille „In Harm’s Way“ Pontus Norgren, seines Zeichens Gitarrist bei HAMMERFALL, als Produzent seine Finger mit im Spiel hat, darf man getrost mit einem explosiven Mix rechnen.
Und tatsächlich enttäuscht der Ende 2005 gegründete Vierer nicht, insofern man denn auf laute Gitarren, donnernde Bässe, pulsierende Rhythmen und Vocals mit Sleazerock- und Metal-Attitüden steht. Definitiv gibt’s von den Schweden mit „Let Them Burn“ gleich zur Einstimmung ordentlich was auf die Mütze und auch „Pain“ hält sich erst gar nicht mit langem Rumgeplänkel auf und geht stattdessen ohne Umschweife temporeich in die Vollen. Die Vorabsingle „Blackheart“ gefällt mit druckvollen Langäxten und eingängigem Gesang und dürfte die schwarzen Herzen der Hardrock-Gemeinde ebenso schnell erobern wie das in Teilen fast schon grungige „Days of Sorrow“, mit dem VIOLENT DIVINE straight nach vorn rocken. Schnell ein bisschen Gitarrengefrickel und dann kommt bei „I Am“ auch schon die fette Gitarrenwand, bevor es sich mitsingfähigen Refrains anschließen. Drummer Gus, der ein wenig wie ein Mitglied der Familie Munster aussieht, sorgt derweil auf „Love Is Devine“ für den treibenden Takt, während Gitarrist Q in regelmäßigen Abständen mit Hilfe seines Instrumentes für eruptive Klangkaskaden sorgt. Fronter Mike hält sich da ausnahmsweise eher zurück, dafür darf er beim Gothrock-Schmachter „End of Times“ wieder alles geben, bevor „Master of Reality“ erneut Dampf macht. Bassmann Klaus mit seinen stoischen tiefen Tönen seinen großen Auftritt beim grummelnden „Happy Ever Afterlife“. „Skin Deep“ rollt mit einer Highspeed-Walze durchs Hirn, dann schaltet „This Love“ einen Gang zurück, ohne jedoch an Drive zu verlieren. Beim abschließenden „Vampire Empire“ treffen Eighies-Hairspray-Metal-Sounds auf skandinavische Schwermut, was sich durchaus hören lassen kann.
Wenn der Arzt empfohlen hat, die Ohren mal wieder vernünftig durchzuputzen und nach Möglichkeit den Kopf dabei rhythmisch zu bewegen (Stichwort: Schuppenschüttler), gibt’s „In Harm’s Way“ vielleicht auch auf Rezept. Wirken tut’s allemal, wie ich im Selbstversuch feststellen konnte!
ump (25-01-2009)
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