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WITHOUT WAX - We Should Believe - Preisvergleich

WITHOUT WAX - We Should Believe

Artist: WITHOUT WAX
Title: We Should Believe
Homepage: WITHOUT WAX
Label: LIMITED ACCESS RECORDS

WITHOUT WAX - We Should Believe - Preisvergleich

Sie dürfen zwar noch nicht Auto fahren, machen aber auf der Bühne derart auf dicke Hose, dass NENA die vier pubertierenden Jungs von WITHOUR WAX nach einer Supportshow gleich für einen weiteren Gig engagierte. Auch mit FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE durfte das Quartett aus Wesel am Niederrhein bereits die Bühne teilen und in zwei Jahren Bandgeschichte blickt man immerhin schon auf 60 Konzerte zurück. Jetzt folgt nach einer EP namens „Innocence Fadin“ die erste Langrille „We Should Believe“, auf der druckvoller Alternative dominiert.

Auch wenn die Mitglieder von WITHOUT WAX nicht unbedingt so aussehen, als müssten sie sich schon rasieren, lassen sie es auf ihrem Silberling doch ordentlich krachen. Da frage ich mich angesichts der rauen Stimme des 16-jährigen Sängers Yannick „Brownie“ Dahl natürlich schon, was man machen muss, um in so jungen Jahren schon so versoffenen Gesang hinzulegen. Mit ihrem Titeltrack als Opener starten WITHOUT WAX mit eingängigen Melodien, um beim emotionalen „Innocence Fadin“ die Langäxte jaulen zu lassen. Die erste Single „No School Today” über den Selbstmordversuch einer Freundin schaffte es bis in die Playlists einiger großer Radiostationen und selbstverständlich darf auch ein Song über nervende Eltern nicht fehlen: „Leaving Home“ gibt wieder Gas, um vom balladesken „These Killing Words“ ausgebremst zu werden. Zum Ende hin rockt der Vierer aber auch bei dieser Nummer erneut, offensichtlich stehen WITHOUT WAX auf Tempiwechsel, die sich entsprechend in ähnlicher Form auch bei „What Are You Waiting For?“ wiederfinden. „Saturday Night (Every Night)“ kennt allerdings nur eine Geschwindigkeit und die heißt High Speed! Hier könnten die DONOTS Pate gestanden haben, während „Rescue Me“ leisere Töne anschlägt und mit mehrstimmigem Gesang eher an die großen Vorbilder JOURNEY erinnert. Den vereitelten Amoklauf eines Schulkameraden verarbeiten WITHOUT WAX in ihrem Lied „Kevin’s Got A Gun“ mit knackigen Sounds, wohingegen bei „Best Friend“ zunächst eine zurückhaltende Akustikgitarre zu Wort kommt, bevor deren elektronischen Verwandten wieder das Zepter übernehmen. Das war’s allerdings noch nicht mit dem akustischen Saitenspiel, denn Gitarrist Florian Blaswich legt mit „Florians kleine Nachtmusik“ zunächst ein kleines Sechsssaiter-Intermezzo hin, das von „Lead You To The Sun“ in Nu-Metal-Manier abgelöst wird. „Don’t Got Mad“ lautet im Anschluss die rhythmusbetonte, knüppeldicke Aufforderung an die Fans, um schließlich mit „Now I’m Here“ auf finalen Schmusekurs zu gehen.

Als „The Teenage Rock Revolution“ preist die Promo-Maschinerie WITHOUT WAX an – wirklich revolutionär ist die Musik der Jungs allerdings nicht. Handwerklich solide und mit hörbarem Enthusiasmus vorgetragen, heben sie sich jedoch angenehm von den diversen Casting-Retortenkapellen ab, weshalb ich ihnen viel Erfolg im Musik-Biz wünsche. Bei den Mädels kommt ne eigene Band immer gut an, da dürfte bei den vier Teenagern schon mal nix schief gehen.

ump (10-06-2009)

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